Tools + Messer sind Hilfsmittel, bei deren Anwendung man davon ausgehen muss, einen Gegner ernsthaft zu verletzen. Daher gilt hierbei eine sehr eindeutige Rechtslage im Waffengesetz. Der Einsatz von Messern kann eine Situation ggfs. auch weiter eskalieren, anstatt zu beruhigen und man sollte wenigstens einige Übung im Umgang mit Messern besitzen. Die Unterscheidung der Legalität ist wie folgt definiert:

Einhand-Klappmesser

Das Mitführen von Klappmessern, die man mit einer Hand öffnen kann, z.B. mit Hilfe einer Vorrichtung an der Klingenrückseite oder auch alleine durch einen Schwung in der Handbewegung, ist grundsätzlich verboten und der Erwerb ist erst ab 18 Jahren erlaubt.

Zweihand-Klappmesser

Klappmesser, für deren Öffnung man 2 Hände benötigt, fallen nicht unter die vorstehende Bestimmung, sind also frei und dürfen mitgeführt werden.

Feststehende Klinge

Bei Messern mit feststehenden Klingen liegt die Grenze zwischen Mitführung erlaubt und Mitführung verboten bei einer Klingenlänge von 120 mm, bis 120 mm ist erlaubt und frei käuflich, ab 120 mm gilt die 18-Jahre-Beschränkung und das Mitführverbot.

Multi-Tools

Bei Multi-Tools verhält es sich wie bei Klappmessern. Ist die Klinge mit 1 Hand zu öffnen, gilt die 18-Jahre-Regel und Mitführverbot, braucht man beide Hände, sind sie frei.

Macheten, Tomahawk

Macheten und Tomahawk unterliegen nicht dem Waffenrecht, sondern gelten als Werkzeuge. Ein Mitführen beispielsweise zum Schrebergarten oder zum Holzhacken im Wald ist somit wohl unbedenklich, ein Mitführen in der Stadt, in der Einkaufspassage oder im Supermarkz ist aber nicht zu empfehlen und wird polizeilich geahndet. Deshalb fallen diese Tools bei uns unter die 18-Jahre-Regelung.

Wurfmesser

Wurfmesser sind dem Gesetz nach, anders als Wurfsterne, nicht ausdrücklich verboten. Allerdings dürfen diese auch nur mitgeführt werden, wenn die Klingenlänge unter 12 cm liegt. Werden diese Messer als Artisten-Wurfmesser oder Sportgerät verwendet, fallen sie nicht unter das Waffengesetz.

Ausnahmen zum Mitführverbot

Ausnahmen werden nur gewährt, wenn ein berechtigtes Interesse zum öffentlichen Führen vorliegt. Das kann zum Beispiel für eine Berufsausübung, eine Sportveranstaltung oder die Brauchtumspflege der Fall sein. Eine Genehmigung kann bei der zuständigen Waffenbehörde beantragt werden.